Scheinträchtigkeit bei Hündinnen

 

Was ist eigentlich „Scheinträchtigkeit“?

Die Scheinträchtigkeit stammt von den Wölfen. Nicht trächtig gewordene Tiere konnten durch die Scheinträchtigkeit den Wurf der Leitwölfin mitsäugen und so das Überleben sichern. Bei unseren Hunden muss diese Funktion nicht mehr gegeben sein aber sie kommt trotzdem auch heute noch vor. Sie kann bei allen Hündinnen 1-3 Monate nach der Läufigkeit, durch einen veränderten Hormonspiegel auftreten. Es wurde festgestellt, dass kleine Rassen häufiger betroffen sind als große.

Ist eine Hündin scheinträchtig, fühlt sie sich als werdende Mutter. Sie zeigt körperliche und psychische  Auffälligkeiten, wie das Anschwellen der Milchdrüsen und den Nestbau (bemuttern eines Spielzeugs wie einen Welpen). Da aber der „Kinderwunsch“ unerfüllt bleibt, ist die Hündin stark beunruhigt und ihr Verhalten kann aggressiv oder sogar depressiv werden.

 

Das Verhalten während der angeblichen Mutterschaft – Muttergefühle

  • Sammeln von Stofftieren, Pantoffeln und Spielsachen (Ersatz für ihre Baby´s)
  • sie beginnt mit dem Nestbau für ihre Baby´s
  • Bemuttern und beschützen der „Baby´s“
  • Unruhe und aggressives Verhalten der Hündin
  • Verweigern des Futters, nicht so lebhaft

 

Die körperlichen Veränderungen während der Scheinträchtigkeit

  • Gesäuge ist geschwollen und kann oft schmerzen
  • Milchdrüsen können Sekret absondern
  • Lecken des Gesäuges (anregen der Milchproduktion), dieses kann Entzündungen hervorrufen
  • Umfang des Bauches kann zunehmen

 

Das sollten sie bei einer Scheinträchtigkeit nicht machen:

  • Wegnehmen der Spielsachen – verstärk die Unruhe der Hündin
  • mit kühlenden Salben das Gesäuge einreiben – regt nur die unerwünschte Milchproduktion an
  • Auflegen kühler Umschläge
  • kein Tier muss wegen einer Scheinträchtigkeit kastriert werden

 

Wie können sie ihrer Hündin helfen?

  • Ablenken der Hündin
  • häufige Spaziergänge
  • Fernhalten von Spielzeug das sie bemuttern könnte – außer von dem, das sie bereits als „Welpe“ auserkoren hat, sonst schüren sie nur die Unruhe ihres Tieres

Ist das Verhalten ihrer Hündin stark gestört, fragen sie bei ihrem Tierarzt nach einer schonenden und wirksamen Behandlung. Er kann ihnen ein hormonfreies Medikament (Prolaktin-Hemmer) verordnen. Dieses hemmt die Ausschüttung des Hormons Prolaktin, verantwortlich für die Ausbildung des Gesäuges und der Milchsekretion. Diesen Prolaktin-Hemmer gibt es als Tabletten, 2x täglich oder als Tropen, 1x täglich. Diese werden dann 4-6 Tage ins Futter gemischt oder direkt ins Maul geben.  

 

Es ist aber nicht immer eine Behandlung notwendig und die Symptome klingen nach Absinken des Hormonspiegels meist nach 2-3 Wochen von alleine wieder ab.

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