Antiautoritär ??

Ausschließlich positive Verstärkung? Hmmm? Was haltet ihr davon und was habt ihr selbst für Erfahrungen gemacht?

Werden Kinder rein durch positive Verstärkung „erzogen“ -> die antiautoritäre Erziehung, schmunzeln die meisten Menschen darüber.

Beim Hund sind es jedoch oft die gleichen, die dann mit ausschließlich positiver Verstärkung arbeiten.

Aber was genau soll damit bezweckt werden?

– Den Irrglauben ich könnte mich bei jagdlich motivierten Hunden durch ein Leckerchen interessanter machen als ein daher flitzender Hase?
– Der Glaube ich könnte einen Hund rein mit Futter locken und ablenken und damit seine eventuelle Unsicherheit oder Aggressionsverhalten kontrollieren?
– Der Glaube daran, daß Hunde untereinander auch rein durch positive Verstärkung miteinander kommunizieren?

Und was genau ist überhaupt positiv? Leckerchen, Spielzeug, Geduld? Aufmerksamkeit?

Wer behauptet überhaupt Grenzen oder auch Einschränkungen für den Hund seien negativ? Und, sind sie das wirklich?

Ja Fragen über Fragen, genau die Fragen, die mir bei diesem Thema durch den Kopf gehen und die genau durchdacht werden sollten.

Ein Hund ist ein soziales Lebewesen, was in einer Gemeinschaft lebt. Wie soll denn in einem Rudel (ganz unerheblich davon ob ein reines Hunderudel, ein gemischtes Rudel aus Mensch(en) und Hund(en)) Harmonie herrschen wenn keine Grenzen und Sanktionen verhängt werden dürfen. Und mit Grenzen meine ich nicht den Hund zu bestrafen, sondern ihn lediglich in seine Schranken zu weisen. Hunde haben ein ganz anderes Verständnis von Regeln, Grenzen und Ordnung als wir Menschen. Hunde brauchen eine Ordnung in Ihrem Rudel. Nein, kein aufgeräumtes Haus 😉 … sondern klare Kommunikation, klare Orientierung, klare Rollenverteilung. Und genau diese kann ich mir nicht rein durch Futter, Zuwendung und Spielzeug erarbeiten.

Um nochmal zu dem jagdlich motivierten Hund zurückzukommen?

… erst ablenken mit normalem Futter? wenn das normale nicht mehr reicht dann eben Fleischwurst? Und wenn die nicht mehr reicht, vielleicht kauf ich mir dann ein Hasenkostüm und Hoppel selbst über die Wiese 😀
Spaß beiseite, ihr werdet es nicht schaffen interessanter zu sein, als ein Hase, Reh, Eichhörnchen oder was auch immer….

Was ihr tun könnt ist mit eurem Hund daran zu arbeiten, daß er sich an euch orientiert, bevor er handelt, “fragt” und auf eure Entscheidung vertraut und gegebenenfalls mit Alternativen arbeiten (keine Ablenkungen!!).

Hunde wollen geführt werden, Hunde brauchen eine klare Linie, ebenso gehören dazu auch Grenzen. Aber Grenzen so gesetzt, daß unsere Hunde sie verstehen und deuten können. Und um das zu erreichen müssen wir Menschen uns viel mehr mit der Kommunikation und den Bedürfnissen unserer Hunden beschäftigen.

Vielen Dank für’s Lesen.

Herzliche Grüße

(c) Meike Gräfe
zugelassener Coach für Mensch-Hund-Teams
www.Blickwinkel-Hund.de

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